Club 261 Members on tour

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Carmen genießt ihren Trip…

Unsere Club 261 Läuferin Carmen befinden sich bereits seit über einem Monat auf ihrer Reise durch Süd-Ost Asien.

Wo immer sie ist, Club 261 Übungen sind ihre treuen Wegbegleiter 🙂

Wo immer sie den Fuß hinsetzt, scheint auch ein wenig der Club 261 mit dabei zu sein. Vor allem donnerstags… denn an diesem Tag, gleich wo sie sich herumtreibt, übt sie solidarisch Koordinations- und Stabilisationsübungen. Besonders beliebt: unser „Gregor“ 🙂

Was sie in den letzten Wochen erlebt hat, welche Eindrücke sie in der Ferne sammelte… das schildert sie uns hier! Viel Spaß beim Lesen und Eintauchen… und vielleicht beim Planen eurer mutigen Reise :-)!

„Hallo ihr lieben!

Es ist einiges an Zeit seit meinem letzten Reisebericht vergangen und ich kann kaum glauben, dass mein Rückflug bereits in einer woche  ist. Ich habe in dieser Zeit so viel gesehen und hab so viele Eindruecke sammeln dürfen, für die ich sehr dankbar bin.

In Laos haben wir uns wirklich vom Norden in den Süden „durchgearbeitet“ und haben dabei die verschiedensten  Transportmittel durchgemacht und viel erlebt. Erwähnenswert sind vor allem die Stadt Luang Prabang, die auf einer Halbinsel liegt und in der noch über 30 Klöster zu finden sind. Die Mönche bzw. ihr täglicher Bettelgang um 6 Uhr früh gehört mittlerweile zu einem fixen Bestandteil des Tourismus. Einerseits ist der Kontrast der Mönche in ihren leuchtend orangen Kutten zum Dämmern des Morgens wirklich beeindruckend, wenn dann eine unendlich lange Mönchsreihe an einem blossfüssig vorbeischreitet und in einem Behälter Essen für die Armen einsammelt und nebenbei an die bettelnden Kinder wieder ausgibt. Das Perverse dran sind die Touristen, die kaum ein Schamgefühl besitzen und fast ihn sie hineinsteigen, um Fotos und Videos davon zu bekommen.

Total konträr dazu die Stadt Vang Vieng. Früher DIE Partystadt in Laos, doch die Partys wurden verboten, da immer wieder Leute durch zu viel Drogen und Alkohol beim Tubing (Fahrt mit Lkw Reifen im Fluss) ums Leben gekommen sind. Die Natur hat hier einige Höhlen zu bieten, die wir natürlich ganz mutig erforscht haben. Total lustig war die Wasserhöhle. In die gelangt man nur indem man sich in das kalte wasser schmeißt, sich einen reifen schnappt und sich in der hoehle entlang eines seils weiterzieht (nur gut dass wir an Stirnlampen gedacht haben, sonst wär das zwar eine lustige, aber ganz finstere Angelegenheit geworden). Ein Riesenspass!!!

Dann machten wir einen Riesensprung mit dem Nachtbus und landeten ganz im Süden, auf einer der 4.000 Inseln. Je weiter südlich wir kamen, umso höher auch die Temperaturen und der Luftfeuchtigkeitsanteil. Auf der Insel kamen wir schon ordentlich ins Schwitzen. Vor allem beim Radfahren in der Hitze zur Erkundung der dortigen Wasserfälle 🙂 diese sahen in der Trockenzeit schon gut aus, in der Regenzeit müssen sie gewaltig sein. Die Insel prägte sich vor allem wegen der schlecht schlafenden Nächte bei mir ein. Wir bewohnten eine einfache Bambushütte mit schönem Gartenanteil, doch hatten wir Mitbewohner, die sich nachts bemerkbar machen: Ratten. Sie waren irgendwo in der Decke und wetzten oft hin und her bzw dürften sie einige Kämpfe ausgetragen haben. Wir sind oft hochgeschreckt aufgrund des Lärms und ich hatte einige Male die Befürchtung, dass sie irgendwann auf uns runterpurzeln. Kein befreiendes Gefuehl. Ich schlief also mit der Stirnlampe in der Hand, um schnell reagieren zu können, da es ab 22 uhr keinen Strim mehr gab und es dann stockfinster war. Es war grauslich. Eine Ratte hab ich dann tagsüber in unserem „Bad“ oder besser gesagt Basszelle überascht. Weiss nicht wer sich mehr von uns beiden erschrocken hat …

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Ankor Vat

Und dann kam Kambodscha und das Land hat mich seit dem ersten Tag für sich eingenommen. Eigentlich ist es ähnlich zu  Vietnam und Laos und doch wieder ganz anders. Kambodscha wieder zu verlassen wird mir schwer fallen. Wir haben hier so schöne Dinge gesehen und erlebt, so viele nette Menschen getroffen, das wird mir fehlen. Das erste Highlight hier waren die Tempelanlagen rund um Angkor Vat. Diese sind einfach atemberaubend, nehmen einen gefangen und sind mystisch und energievoll zugleich. Es war ein unbeschreiblicher Tag, den wir da verbracht haben und die Eindrücke wirken noch immer nach. Was sie da vor Jahrhunderten zustandegebracht haben – wunderschön!!! Es verschlägt einem die Sprache. Hinzu kommen die netten Kleinstädte mit ihren liebenswürdigen Einwohnern, viele von ihnen sprechen englisch und es fällt einem leichter mit ihnen ins Gespräch zu kommen, als in den anderen beiden Ländern. In diesen Kleinstädten fühlt man sich sofort heimelig. Oft gibt es lokale (Nacht)Märkte, die man einfach gesehen haben muss, auch wenn ich mich an die lokalen Essgewohnheiten nie ganz gewöhnen werde. Egal, ob es die extremen Gerüche sind, die mir oft den Magen verdrehen, oder die Lebensmittel an sich – wenn die Busnachbarin dann ein Säckchen voll Schnecken und Grashüpfern jausnet, wird mir noch immer anders 😉

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Urlaub vom Urlaub an Traumstränden…

Auch ein weiteres Highlight durften wir in Kambodscha erleben: den Urlaub vom Urlaub. Erholung von den letzten Wochen und Kraft tanken für die verbleibenden Tage. Wir fuhren auf die abgelegene Insel Koh Rong im Golf von Thailand. Warmes Wasser, weißer Sandstrand, das Wasser in all seinen möglichen Farbnuancen und weit ab vom Schuss, also auch keine Leute, die Party machen wollen. Nur eine handvoll Touristen und Einheimische, die sich auf einige KM Sandstrand verteilen. Man hat das Wasser also für sich alleine und es war traumhaft. Ich bin so richtig entspannt im Moment und genieße die restlichen Ttage, die noch kommen. Es wird sicherlich weiterhin spannend und beeindruckend bleiben. Bald geht es über das Mekong Delta zurück nach Vietnam, von wo ich dann auch meinen Rückflug antreten werde.

Wir sehen uns also bald wieder. Freue mich darauf.

Bis dahin – macht es gut.

Alles liebe,
Carmen

Bald ist sie also wieder zurück und wir sind schon sehr gespannt, was sie uns noch alles von ihren Abenteuern berichten wird. Hast du auch Lust bekommen in die weite Welt loszustarten? Dann komm doch mal an einem Donnerstag zu unserem Club 261 vorbei und hol dir Ideen von unseren Club 261 Läuferinnen! Du wirst sehen – es macht einfach nur Spaß! Wir freuen uns auf dich!

Carmen: Mutig in Vietnam

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Carmen beim letzten Club 261, wo wir sie mit unserem Fearless Glücksbringer für ihrer Vietnamreise ausstatteten…

Unsere Carmen brach Mitte Jänner zu ihrer sechswöchigen Vietnamreise auf. Als Glückbringer gaben wir ihr Kathrine Switzer’s „be fearless“ Armband mit auf den Weg. Wie es ihr ergeht, welche Abenteuer sie durchlebt – und wie mutig sie unterwegs ist… das kannst du hier nachlesen…

„Melde mich kurz mit einem Zwischenbericht von meiner Reise. Ein Abenteuer jagt das nächste und es ist jeden Tag total spannend. Danke nochmals für euer Armband! „fearless“ ist hier auch zu meinem neuen Motto geworden. Anders geht es auch nicht. Man muss sich komplett auf das neue Land und die Kultur einlassen, da es so meilenweit von unserer Welt entfernt ist. Es vergeht kein Tag ohne neuem aha-Erlebnis 🙂

Schon meine Anreise hatte es in sich. Ich musste mir ja auch den schneereichsten Tag des Jahres zum Abreisen aussuchen. Meine Fahrt zum Flughafen Laibach hat schon mal locker 3 Stunden mit viel Nervenkitzel und Schneechaos gedauert. Dann 2 Stunden im Flieger ohne abzuheben. Dann doch Entscheidung zu starten. Beim letzten Call in Paris hab ich dann doch noch das Boarding geschafft.

Carmen Vietnam

Abenteuer pur… Carmen genießt MUTIG ihre Entdeckungsreise in vollen Zügen!

In Hanoi war ich dann schon mal komplett geflasht von der neuen Umgebung und vor allem den vielen Mopeds, die ohne Regeln die Straße entlangfahren, überqueren, etc. Auch als Fußgänger musst du dir deinen Vorrang erkämpfen. Nur Mut und losgehen. Die Mopeds umfahren dich, wenn du dein Tempo bei behältst. Bei den Autos schaut‘s ein bissl anders aus. Da muss man aufpassen. Gravierender Unterschied zu Österreich: das Leben spielt sich auf der Straße ab. Ein Marktstand neben dem anderen. Es wird alles verkauft, von Obst über Teppiche bis zu Hendlhaxen in Cola Dosen. Und sie kochen auch direkt an der Straße. Der Geruch ist manchmal schon extrem, gerade am Markt.

Auf die Hygiene darf man nicht so achten, aber das Essen ist köstlich. Waren dann auch in Ninh Binh die Kalkfelsen anschauen und haben eine Boots- und Radfahrt gemacht. Sensationell 🙂

Wir sind komplett low budget unterwegs und zahlen für die Unterkünfte zwischen 1 und 4 Euros pro Nacht und Person. Kaltes Wasser, WC in der Dusche – inklusive diversen Tierchen 😉 die tote Ratte vor unserer Tür wurde aber bald entfernt 😉

Fortbewegung mit lokalen Transportmitteln ist angesagt. Haben also schon viiiiiele Stunden im Bus und dem Boot hinter uns. Und hier geht alles halt viel langsamer. Da kommt es schon vor, dass wir für 115 km dann 10 Stunden im Bus sitzen. Zu Hause drehe ich durch. Hier bin ich drauf eingestellt. Dafür sehen wir viel Natur und viel Abwechslung. Die Reisfelder in Sa Pa blieben uns aufgrund des dichten Nebels verborgen. Da hatten wir auch um die 0 Grad und furchtbare feuchte Kälte. Daher sind wir nach Laos, in wärmere Gefilde, aufgebrochen.

In Laos ticken die Uhren nochmals eine Spur langsamer. Dafür haben wir nun um die 25 Grad und Sonnenschein. Teils mit Palmen und Bananenbäumen als Kulisse. Haben grad 2 Nächte in Muang Ngoi Koa verbracht. Ein kleines Paradies, das nur per Boot erreichbar ist und wo es kein Internet und kaum Handyempfang gibt. Der Strom ist Luxus. Dafür haben wir in Bambushütten mit offenem Fenster übernachtet. War auch ein Erlebnis.

Vor allem die Fortbewegungsmittel sind auch immer ein Erlebnis. Man denkt man hat die maximale Anzahl an Insassen erreicht, doch es geht immer mehr. Da kommt es dann schon vor, dass sich 35 Leute in einem 20 Sitzer befinden und sich in jeden Zentimeter quetschen. Dazu kommen die ganzen Warensäcke, die noch mitgenommen werden und die dann als Unterlage am Boden zum Sitzen dienen. Und das stundenlang …

Wie ihr seht, ich habe jeden Tag genug Abenteuer, die ich erleben darf. Freue mich auf das was noch kommt. Wir wollen nun in den Süden von Laos. Dann wieder zurück über die Grenze nach Vietnam, um uns da noch den Süden anzuschauen. Ich halte euch auf den laufenden.

Hoffe, euch geht‘s allen gut und ihr lauft jeden Donnerstag fleißig für mich mit 🙂
Alles Liebe,
Carmen“

Liebe Carmen, genieße weiterhin deine Reise und wir freuen uns schon sehr auf deinen nächsten Bericht 🙂